Gleiche Anteile
Beide oder alle Beteiligten tragen exakt denselben Betrag zu den gemeinsamen Kosten bei. Einfach zu berechnen, leicht nachvollziehbar, aber nicht immer passend, wenn die Einkommen deutlich auseinanderliegen.
Vier Abendtermine über drei Modelle der Kostenaufteilung, eine gemeinsame Haushaltskasse, die persönliche Freiheit erhält, klare Regeln für Sonderausgaben und einen Kassensturz, der wirklich nur zehn Minuten dauert.
Wir melden uns mit Terminen und Details zum nächsten Kursdurchlauf in Graz.
In den meisten Beziehungen und Wohngemeinschaften entstehen Spannungen nicht durch fehlendes Geld, sondern durch unausgesprochene Erwartungen. Wer zahlt den größeren Einkauf, wenn eine Person doppelt so viel verdient? Wer übernimmt die Stromrechnung, wenn eine Person kaum zu Hause ist? Diese Fragen wiederholen sich, solange es keine gemeinsam vereinbarte Regel gibt.
Der Kurs setzt genau dort an. Statt Ratschläge für den Einzelfall zu geben, vermitteln wir drei etablierte Modelle zur Kostenaufteilung, damit Paare und Mitbewohnende selbst entscheiden können, welches zu ihrer Situation passt. Vier Abende, konkrete Vorlagen, ein Ablauf, den man danach eigenständig weiterführt.
Beide oder alle Beteiligten tragen exakt denselben Betrag zu den gemeinsamen Kosten bei. Einfach zu berechnen, leicht nachvollziehbar, aber nicht immer passend, wenn die Einkommen deutlich auseinanderliegen.
Die Kostenanteile werden im Verhältnis zum Einkommen berechnet. Wer mehr verdient, trägt einen größeren Teil. Erfordert Offenheit über Zahlen, wird aber von vielen als ausgewogener empfunden.
Individuell messbare Posten wie Strom, Streaming oder Lebensmittel werden nach tatsächlicher Nutzung verrechnet. Aufwendiger in der Dokumentation, dafür sehr genau.
Im Kurs arbeiten wir mit einer kurzen Bestandsaufnahme: Wohnform, Einkommenssituation, Anzahl gemeinsamer Fixkosten. Daraus ergibt sich meist schon eine Tendenz für eines der drei Modelle oder eine Mischform.
Ein häufiger Einwand gegen ein gemeinsames Konto: das Gefühl, Rechenschaft für jede Ausgabe ablegen zu müssen. Wir zeigen ein Modell mit klar getrennten Bereichen. Ein gemeinsames Konto für definierte Fixkosten, private Konten bleiben unberührt.
Dazu gehört auch die Frage, wie viel monatlich eingezahlt wird, wer die Überweisung ausführt und wie Rücklagen für unregelmäßige Kosten wie Versicherungen gebildet werden, ohne dass am Monatsende Unsicherheit entsteht.
Ein neues Sofa, ein Wochenendtrip zu zweit, ein Ersatzteil fürs Fahrrad einer einzelnen Person. Ohne Definition wird jede dieser Ausgaben neu verhandelt. Der Kurs vermittelt eine einfache Kategorisierung: gemeinsam genutzt, überwiegend privat, strittig.
Für die strittige Kategorie erarbeiten die Teilnehmenden eine eigene Vereinbarung, etwa eine Obergrenze, ab der eine Ausgabe vorab angesprochen wird, statt erst bei der Abrechnung aufzutauchen.
Ein vierteljährlicher Kassensturz scheitert meist nicht am Aufwand, sondern an fehlender Struktur. Im Kurs erhalten Teilnehmende eine Vorlage mit fünf festen Punkten: Kontostand, offene Posten, Rücklagenstand, Anpassungsbedarf, nächster Termin.
Weil die Reihenfolge feststeht und jede Person ihre Zahlen vorbereitet mitbringt, bleibt das Gespräch sachlich. Es geht um Zahlen, nicht um Rechtfertigung.
In Wohngemeinschaften mit drei, vier oder fünf Personen verändert sich die Dynamik. Fluktuation, unterschiedliche Nutzungsintensität der Gemeinschaftsräume und wechselnde Absprachen erschweren eine dauerhafte Regel.
Wir zeigen, wie ein WG-Kassenbuch mit rotierender Verantwortung funktioniert und wie neue Mitbewohnende in eine bestehende Vereinbarung eingeführt werden, ohne dass alle Regeln neu verhandelt werden müssen.
Jeder Abend dauert rund zwei Stunden und baut auf dem vorherigen auf. Kleine Gruppengröße, damit auch individuelle Konstellationen Platz finden.
Aktuelle Situation erfassen, Modelle gleiche Anteile, einkommensbasiert und nach Verbrauch im Detail vergleichen.
Kontostruktur, Einzahlbeträge und der Umgang mit privaten Ausgaben, ohne die persönliche Freiheit einzuschränken.
Kategorisierung von Ausgaben, Obergrenzen und eine schriftliche Vereinbarung als Grundlage für spätere Gespräche.
Ablauf in zehn Minuten, feste Tagesordnung, Vorlage zum Ausdrucken und ein Blick auf die nächsten drei Monate.
Schreiben Sie uns, welches Modell Sie interessiert oder ob Sie zu zweit oder als Wohngemeinschaft teilnehmen möchten.